Gemeinde Eibau / Oberlausitz

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Sonderausstellung im Heimat- und Humboldtmuseum Eibau

 
Pfingstgruss aus Eibau um 1910
 

Warum denn in die Ferne schweifen?

19. Juni - 12. September 2010

Die neue Ausstellung des Heimat- und Humboldtmuseums Eibau lässt Erinnerungen an längst vergangenen (Wander)zeiten lebendig werden.
Unsere Altvorderen verbrachten ihre Freizeit im Vergleich zu heute relativ einfach aber auch ungezwungener. Ohne Automobil und der heute so selbstverständlichen Ausrüstung sind sie auf Tour gegangen und verstanden es durchaus, sich zu amüsieren und vom Alltag zu erholen.
 
Viele der Natur-, Heimat- und Wanderfreunde waren in naturwissenschaftlichen Heimat- und Volksbildungsvereinen organisiert. Durch den Lusatia-Verband der Heimat- und Gebirgsvereine wurde ab 1880 die Entwicklung des Tourismus vorangetrieben, Bergbauden und Ausichtsürme errichtet.
Die Ausstellung zeigt anhand von ca. 200 Ansichtskarten und historischen Abbildungen 35 ausgewählte Ausflugsziele aus den Jahren um 1900. Illustriert und ergänzt werden die Darstellungen mit Informationen zur jeweiligen Geschichte, alten Anzeigen und anderen interessanten Exponaten. Viele der einstigen Gaststätten sind heute nicht mehr vorhanden. Aber in den Erinnerungen der Oberlausitzer spielen die einzelnen Ausflugsziele noch immer eine nicht unbedeutende Rolle.
Gestaltet wurde die Ausstellung von Gerd Menzel, Neugersdorf, der für diese Sonderschau Material mehrerer Heimatfreunde zusammengetragen hat. Entstanden ist ein bunter Bilderbogen, der den Zeitcolorit der vorletzten Jahrhundertwende spüren und erleben lässt.
Gleichzeitig erinnert die Ausstellung an die seit 1811 bestehende Möglichkeit, auf dem Beckenberg einzukehren. Der damalige Müller hatte das Wasser seines am Südhange befindlichen Brunnen der im gleichen Jahr gegründeten Landbrauerei Eibau zur Verfügung gestellt. Im Gegenzuge durfte er auf dem Berge Bier ausschenken – Jahrzehnte vor Beginn des eigentlichen Ausflugsverkehrs.
 
 

Liste der ausgewählten Ausflugsziele

Kottmarbaude,Löbauer Berg - Turmgaststätte, Berggasthof „Honigbrunnen“, „Gemauerte Mühle“ (Georgewitz/Bellwitz), Forsthaus Strahwalde, Eulkretscham, Schleekretscham, Hochwaldbaude, Rabenstein, Nonnenfelsen und „Gondelfahrt“ Jonsdorf, Oybin, Lausche, „Jägerwäldchen“ Spitzkunnersdorf, Breitebergbaude Hainewalde, „Koitsche“ bei Zittau, Oderwitzer Spitzberg,
Oderwitzer Wilhelmshöhe, Batzenhütte Oderwitz, „Birkmühle“ Oderwitz, „Ninive“ (Ruppersdorf),
Hutberg Großschönau, Forsthaus Großschönau, Warnsdorfer Spitzberg, Burgsberg Varnsdorf,
Rauchberg, Jagdschloss Rumburg, Windmühlberg Seifhennersdorf, Waldschlösschen Neugersdorf,
Filippsdorf - Butterhügel, Karasekschenke Leutersdorf, Höllengrund Großschweidnitz,
Beckenberg Eibau, Kottmarschenke, Felsenmühle Ebersbach, Schlechteberg Ebersbach, Blockhaus Friedersdorf, Fichtelschänke, Bieleboh,
 
Öffnungszeiten des Museums:
tgl. außer Mittwoch 9 - 12 / 13 - 17 Uhr, an den Wochenenden 13 - 17 Uhr,
ab März an den Wochenenden und feiertags 13 - 18 Uhr
 

Ausstellungen im Faktorenhof Eibau

 
 

Verschwundene Bergbauden im Riesengebirge

In der Ausstellung zeigt Roland Meja aus Görlitz Ansichtskarten von 23 ehemaligen Bauden des schlesischen und böhmischen Riesengebirges. Außerdem kann der interessierte Betrachter Informationen über Werden und Vergehen der einzelnen Bauden erhalten. Heute kann man von einigen Gebäuden nur noch die Grundmauern erahnen. Sicher ist es für die Natur- und Wanderfreunde des Riesengebirges eine neue Herausforderung, alte Standplätze der gezeigten verschwundenen Bauden aufzuspüren, um sich so mit der Historie der ehemaligen Bauden zu befassen.

Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 10 – 16.30 Uhr, Samstags 13 – 16.30 Uhr
zu sehen bis 11. September 2010

Informationen kurz und knapp

Die Bierzug-DVD
Ausstellungstipp
verschwundene Bergbauden im Riesengebirge
Chronikheft 26
Das neue Chronikheft ist ab sofort erhältlich.
Stand: 02.09.2010
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